Vortrag beim ASta-Frauenreferat am 5. Dezember 16 Uhr

Am 5. Dezember 2012 ab 16 Uhr werde ich im Raum V15 S03 C02 am Campus Essen einen Vortrag zur Rolle von Geschlecht(erstereotypen) bei der Nutzung und Wirkung neuer Medien halten. Der Schwerpunkt wird dabei auf Berufsnetzwerken liegen, es werden aber auch Ergebnisse aus unserer Emoticon-Forschung thematisiert.

Doch den Chef adden?

Eine Studie, die ich gemeinsam mit Vera Sauer durchgeführt habe, kommt zu dem Ergebnis (311 VersuchsteilnehmerInnen) dass Personen, deren Kontakte als statushöher wahrgenommen werden, allgemein höhere Werte an Aufgabenorientierung zugeschrieben werden. Auch die Einstellungswahrscheinlichkeit wird als höher angesehen. Männer werden insgesamt als aufgabenorientierter und kompetenter empfunden. Während der Status der Kontakte für die Bewertung männlicher Personen auf Basis dieser Ergebnisse recht unwichtig ist, ist er umso bedeutender für Frauen: Schätzen Probanden den Status der Kontakte weiblicher Personen als höher ein (als den Status der abgebildeten Person) wird ihnen ein größeres Maß an Kompetenz und Aufgabenorientierung, also führungsrelevante Fähigkeiten, zugeschrieben.

Weniger ist doch mehr im Xing Profil?

In einer Studie, die in Kooperation mit Maria Kovtunenko durchgeführt wurde, zeigte sich, dass weibliche Profilinhaberinnen generell personenorientierter und wärmer wahrgenommen wurden als männliche Profilinhaber. Zudem zeigte sich ein Interaktionseffekt zwischen dem Geschlecht der Profilperson und der Menge der Information im Profil hinsichtlich der wahrgenommenen Aufgabenorientierung und Kompetenz. Männern wurde ein höheres Maß an Kompetenz und Aufgabenorientierung zugeschrieben wenn sie zusammenfassende, im Bezug auf das Gesamtprofil redundante, Informationen in der Kategorie “Ich biete” listeten, während Frauen als kompetenter und aufgabenorientierter eingestuft wurden wenn sie dies nicht taten.

Hochschuldidaktik-Innovationspreis gewonnen

Für das didaktische Konzept der Komedia Masterveranstaltung Kommunikationspsychologische Vertiefung habe ich heute den Innovationspreis des Zentrums für Hochschul- und Qualitätsentwicklung der Universität Duisburg-Essen entgegennehmen dürfen. Die mit dem Preis verbundenen 2500 Euro sollen unter anderem in die Weiterentwicklung unsrer MoCo Software und eine Frühjahrsschule fließen.

Müll mal anders – Die BinCam beim IdeenPark

Es ist soweit – nachdem wir die BinCam samt Stand am Freitag auf dem IdeenPark Gelände arrangiert haben, lässt sich das Projekt, welches im Culture Lab der Universität Necastle entwickelt und in Kooperation mit dem Lehrstuhl Sozialpsychologie: Medien und Kommunikation (Universität Duisburg-Essen) evaluiert wird, nun bis zum 23. August 2012 in Halle 3 (10 bis 18 Uhr täglich) beim Thyssen Krupp IdeenPark bestaunen.

“Mit Hilfe der BinCam soll eine Einstellungs- und Verhaltensverbesserung
beim Recycling und Vermeiden von Nahrungsmittelabfällen erreicht werden.
Ein Smartphone im Deckel des Restmülleimers fotografiert den Müll jedes Mal, wenn der Deckel geschlossen wird. Die entstehenden Bilder werden in einer geschlossenen
Anwendung – der BinCam App – auf Facebook gepostet mit dem Ziel, dass man verstärkt über den eigenen Umgang mit Lebensmitteln, Müll und Recycling nachdenkt
und insgesamt eine Einstellungs- und Verhaltensänderung in Bezug auf Müllvermeidung und richtiges Recycling erreicht wird. Besucher des IdeenParks werden eingeladen, die BinCam zu benutzen, und können dann sehen, wie Fotos ihres Mülls für sie selbst und andere Besucher sichtbar werden.” (aus dem Exponat Flyer)